Montag, 3. Oktober 2011



Als ich die Zeilen lese, dass es zuerst mal aus ist, fange ich an zu weinen. Ich kann nicht mehr. Du kommst direkt zu mir und nimmst mich in den Arm. Versuchst mich zu trösten. Es gelingt dir auch. Aber nur für eine bestimmte Zeit. Mein Herz schmerzt so, als ob es in 30 Teile gerissen worden wäre. Du sagst zu mir, dass ich atmen soll, aber ich kann nicht, ich will nicht. Ich will in dem Moment einfach nur sterben. Ich habe das Gefühl, dass es so stundenlang weitergeht, doch irgendwie schaffst du es mich wieder ein bisschen aufzumuntern. Wir machen den Laptop aus und legen uns ins Bett. Wir reden noch ein bisschen, die Gedanken an ihn sind teilweise verschwunden. Nach einiger Zeit mache ich das Licht aus. Stille. Und wieder kommt der Gedanke, dass er nicht mehr bei mir ist. Ich fange an zu weinen. Versuche es zuerst lautlos, doch es wird immer lauter. Du bekommst es mit, und tröstest mich wieder. Ich frage dich 'Michelle, kommt er zurück?' - 'Ja.' - 'Und wann?' - 'Wenn er merkt, was er einmal hatte.' Ich fühle mich wie ein Kind, hilflos, alleine und unsicher. Du vertreibst mir wieder die Gedanken und wir reden noch ein bisschen, bis wir schließlich beide einschlafen.

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